Grunddaten

Objekttyp: Stadion / Sportanlage
Ort: 08056 Zwickau
Baubeginn: März 2013
Fertigstellung: September 2013
Konstruktionsweise: Tiefbau / Erdbau
Architekt/Planer: HERTRAMPF Bauplanungs- und Ingenieurbüro GmbH, Zwickau
Bauausführung: S u. P GmbH Bauunternehmen Lengefeld

Umnutzung Westsachsenstadion

08056 Zwickau | Deutschland

Objektbeschreibung

Bei dem Bauvorhaben -Umnutzung des Westsachsenstadions Zwickau zur multifunktionalen Sportstätte- handelte es sich um eine beachtliche Sanierungsmaßnahme am vorhandenen Gebäudekomplex aus dem Jahr 1942.

Auf diesem Wege wurden auch eine Reihe umfangreicher Eingriffe in die desolaten Gebäudeteile notwendig, wodurch ein Rückbau der Flügelbereiche beiderseits des Stadionturms unerlässlich war.

Um dabei den Eindruck des historischen Stadionkessels auch zukünftig zu erhalten, galt es, die ehemaligen Tribünenhänge nun über die Rückbaubereiche hinweg bis an die noch verbliebene Bausubstanz heranzuführen.

Wegen der sehr ungünstigen Baugrundverhältnisse (ca. 5 m nicht tragfähige Haldenauffüllungen aus dem Steinkohlebergbau) war jedoch die Anordnung von Stahlbetonstützwänden in Kombination mit konventionellen mineralischen Anfüllungen aus gängigen Erdbaustoffen (Kies-Sand-Gemischen) aufgrund der hohen Eigenlasten nicht möglich.

Zur Vermeidung von Setzungen in den Anfüllbereichen beiderseits des erhaltenen Stadionturms und zur Verhinderung der damit einhergehenden statischen Beeinträchtigungen an ebendiesem Bauwerk durften demzufolge nur besonders leichte Materialien zum Einsatz kommen.

Als geschlossenzelliger und somit dauerhaft laststabiler Leichtbaustoff rückte daher Schaumglasschotter immer mehr in den Fokus. Neben der baustofflichen Charakteristik von GEOCELL-Schaumglas haben vor allem dessen spezifische bodenmechanische Eigenschaften letztendlich zur Entscheidung geführt, der Leichtbauvariante den Vorzug zu geben. Horizontale und vertikale Lasten aus den Aufbauten des neuen Stadionrunds konnten nun so angepasst werden, dass diese mit den vormaligen Belastungen der abgebrochenen Gebäudeteile auch weiterhin im Einklang stehen. Bei einer mittleren Schüttdichte von 150 kg/m3 und dem verwendeten Verdichtungsverhältnis von 1,3 : 1 ermöglichte die Variante -GEOCELL- selbst unter Annahme eines wassergesättigten Zustands eine Reduzierung der Eigenlasten um über 80 % gegenüber der Variante -Mineralgemisch-.