Grunddaten

Objekttyp: Öffentlicher Platz
Ort: D-33609 Bielefeld
Baubeginn: Juni 2011
Fertigstellung: Mai 2013
Planung: ARGE Passpartout: Lützow 7 – Garten- und Landschaftsarchitekten
Bauherr: Stadt Bielefeld Immobilienservicebetrieb
Bauunternehmen: Rasche GmbH, Minden
Fläche: 25.000 m²
Baukosten: EUR 12 Mio.
Bilder: (c) Andreas Frücht, NW-News, ARGE Passpartout

Freiraumgestaltung: Kesselbrink in Bielefeld

33602 Bielefeld | Deutschland

Für die Gestaltung der historischen Freifläche vor den Toren der Altstadt wurde ein innovatives Konzept gesucht. Eine besondere Herausforderung war die Berücksichtigung der darunter liegenden Tiefgarage, die eine maximale Belastung von 550 Kilogramm pro Quadratmeter erlaubt. Mit GEOCELL Schaumglas als drainagierende Leichtschüttung konnte diese komplexe Aufgabe perfekt gemeistert werden.

Der Kesselbrink ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen in Bielefeld und stellt vor dem Hintergrund der historischen Nutzungen einen Hybrid dar: Ob Platz, Park, Freifläche oder Verkehrsraum – sein Charakter könnte nicht vielseitiger sein. Mit ihrem Konzept hat es die ARGE Passepartout geschafft, diesem Charakter eine elegante Kontur zu verleihen.

Klare Strukturen

Mit der geometrisch streng angeordneten Gruppierung unterschiedlicher Baumarten gelingt es den Planern, die gesamte Fläche auf ansprechende Weise von den tangierenden Straßen abzugrenzen. Durch die offene, winkelförmige Anordnung der Baumgruppen entsteht eine innere Nutzfläche, die in zwei Teile gegliedert ist.

Attraktive Aufteilung

Im befestigten Teil im Norden findet sich genügend Raum für Veranstaltungen aller Art. Auch der Marktbereich ist optimal in die Nutzfläche integriert und gleichzeitig an die städtischen Geschäftsbereiche angebunden. Im südlichen Bereich schafft eine Rasenterrasse attraktive Aufenthalts- und Spielbereiche.

GEOCELL als Lösung

Der neue Kesselbrink wurde auf einer Tiefgarage gebaut. Und diese trägt nur 550 Kilogramm pro Quadratmeter, im Vergleich zu mehreren Tausend wie bei normalen Straßen. Dicke Beton- und Asphaltschichten oder schwerer Mutterboden waren bei der Konzeption also keine Option. Die Lösung für die anspruchsvolle Aufgabe fanden die Planer mit zementgebundenem Schaumglasschotter von GEOCELL. Rund 5.000 Kubikmeter des leichten Puffers, der perfekt dämmt und gleichzeitig wasserdurchlässig ist, kamen unter dem neuen Kesselbrink zum Einsatz.